Ökomodell Hindelang - Nachhaltige Berglandwirtschaft garantiert dauerhaften Tourismus

Als vor 20 Jahren Allgäuer Visionäre das „Ökomodell Hindelang“ aus der Taufe hoben, waren sie ihrer Zeit entschieden voraus. Das Projekt wurde zwar mehr als zwei Dutzend Mal mit nationalen und internationalen Tourismus- und Umweltpreisen ausgezeichnet, doch der Ökotourismus steckte damals noch in den Kinderschuhen. Noch ahnte niemand etwas von der drohenden globalen Klimaerwärmung. Und auch der ökologische Landbau war im Allgäu noch eher etwas für „alternative“ Pioniere.
Doch seiner Zeit voraus zu sein, hat den Hindelangern nicht geschadet: Das Allgäuer Feriendorf gehört heute mit rund einer Million Übernachtungen und 6.800 Gästebetten zu den Spitzenreitern der Allgäuer Tourismusorte und hat mit rund 166.000 Ankünften ein Drittel mehr Gäste als vor zehn Jahren. „Das Bewusstsein für Ökologie hat sich in unserer Gesellschaft grundlegend geändert“, erklärt Bad Hindelangs Kurdirektor Maximilian Hillmeier. „Gesundheit und Umwelt sind die Branchen mit den weltweit größten Wachstums und Produktivitätspotenzialen.“

Die schönsten Blumenwiesen Deutschlands
Umwelt bedeutet in der 5000-Seelen-Gemeinde in Deutschlands tiefem Süden vor allem einzigartige Natur: 80 Prozent der fast 140 Quadratkilometer großen Gemeindefläche stehen unter Landschafts- und Naturschutz. Das „Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen“ ist das artenreichste Gebirge Deutschlands überhaupt.
Hier findet man nicht nur mehr als 70 Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen, sondern auch 40 Orchideenarten – darunter den Frauenschuh, die größte freiwachsende Orchidee des Alpenraumes – und den fleischfressenden Sonnentau. Diese Artenvielfalt hat zum einen mit der Geologie dieser Landschaft zu tun. Vor allem aber ist sie den Bad Hindelanger Bergbauern zu verdanken. Mit der Gründung des Vereins „Hindelang – Natur und Kultur“ verpflichteten sich damals alle 86 Bergbauern vertraglich auf landschaftsschonende und ökologische Arbeitsweisen. Bis heute verzichten sie auf den Einsatz von Stickstoffdünger und Gentechnik. Und sie mähen die Flächen oft nur ein bis zweimal im Jahr, so dass auch seltenen Pflanzen aussamen können. Um eine Überdüngung zu vermeiden, lassen sie nicht mehr als ein Rind auf einem Hektar Wiese weiden. Mit diesen strengen Regeln der extensiven Bewirtschaftung der schwer zugänglichen Steilhänge (zum Teil über 1.000 Meter hoch gelegen) und der wertvollen Feuchtwiesen bewahren sie ein ökologisches Kleinod mit Seltenheitswert. Unterstützt werden sie – neben der EU-Förderung - von der Gemeinde Bad Hindelang. Kurdirektor Maximilian Hillmeier erklärt warum: „Die europaweite Intensivierung der Landwirtschaft drängte die Bergbauern ins Abseits. Auf den schwierig zu bewirtschaftenden Steilflächen unserer Region war bei weitem nicht der Maschineneinsatz möglich wie im flachen Land. Die von der EG geleisteten Ausgleichszahlungen konnten nicht verhindern, dass im Gemeindegebiet Bad Hindelang von ursprünglich über 200 landwirtschaftlichen Betrieben bis Mitte der 80er Jahre nur noch knapp 90 übrig blieben. Heute sind es noch 71. Unsere schwierig zu bewirtschaftenden Flächen, die gerade auch ökologisch am interessantesten sind, würden ohne die Arbeit unserer Bauern verbuschen und verarmen“.

„Frische ab Hof“
Die Kraft der Kräuter, die auf den Bergwiesen rund um Bad Hindelang blühen, findet sich auch in der Milch wieder, welche die original Allgäuer Braunvieh-Kühe geben. Diese Milch wird - teilweise direkt vor Ort oder in den Alp-Sennereien - zu hochwertigem Bergkäse verarbeitet. Viele bewirtschaftete Alpen (so heißen die Almen im Allgäu) vermarkten Käse und Butter direkt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Käse- und Hofläden, in welchen man hochwertige Milch- und Fleischprodukte kaufen kann. Unter dem Label „Regionale Küche – so kocht Bad Hindelang“ haben sich 14 Gastronomen zusammengeschlossen, bei denen Frische ab Hof auf den Tisch kommt.
Übrigens: Ökologische Landbewirtschaftung ist auch aktiver Klimaschutz. 90 Prozent der Futtermittel werden vor Ort hergestellt. Der Verzicht auf importiertes Kraftfutter bedeutet eine klares Nein zur Rodung des Regenwaldes und auch ein klares Nein zu gentechnisch manipuliertem Saatgut. Produkte aus der Region verbrauchen zudem kaum Energie, da sie nicht über weite Entfernungen gefahren werden müssen und weniger Kühl- und Verpackungsaufwand benötigen.

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87541 Bad Hindelang


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Email: info‎@‎badhindelang.de
WWW: www.badhindelang.de

Maximilian Hillmeier

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